Das Thurytal ist ein naturbelassenes und restauriertes Naturjuwel im Tal der Feldaist in Freistadt – und das einzige Tal, dass in einer Hymne vorkommt.

Thurytal – Ein Naturjuwel, das begeistert

Die alte Schmiede & die Hammerwerke

Einst hallten durch das Tal die Hämmer der Hammerschmieden der Familie Thury, angetrieben von rauschenden Wasserrädern. Bäuerliches und handwerkliches Gerät, vor allem aber Sicheln und Sensen, verpackt in schweren Transportfässern, waren begehrte Produkte bis weit über die Grenzen hinaus.

Die industrielle Massenfertigung war der Todesstoß für die Hammerwerke im Thurytal. Im Laufe der Jahrzehnte verfielen die Anlagen zu kümmerlichen Ruinen. Von Erde überschwemmt und von Gestrüpp überwachsen war kaum mehr etwas davon zu sehen. Der Verein “Revitalisierung Thurytal” nahm sich einst den Ruinen an und stellte den sogenannten “2. Hammer” wieder soweit her, dass das Hammerschmieden, so wie es früher war, wieder gezeigt werden kann. Seit dem können die Hammerwerke inkl. einer Schmiedevorführung wieder besichtigt werden.

Der Schwefel & der Teufelsfelsen

Thurytal Freistadt TeufelDer Sage nach soll der Teufel hier im Tal versucht haben, mit riesigen Felsblöcken den Fluss abzusperren, um so die Errichtung der Stadt zu verhindern. Die Felsen stürzten jedoch bei den Klängen des Vesperläutens ein und verteilten sich im Fluss, wo sie Heute noch liegen – der teuflische Plan war fehlgeschlagen.

Aus Wut darüber fuhr der Teufel durch den größten Felsen, den er bereits am Ufer befestigt hatte, in seine Hölle zurück. Seither rumort es von Zeit zu Zeit nicht nur nachts, auch bei Tage schauerlich, dann riecht es sogar nach Schwefel.

Heimat Thurytal – Hoamatgsang

Wer kennt sie nicht, die bekannte 2. Strophe unserer OÖ Landeshymne:

Thury’s Tal bin i glafn, afn Hügl bin i glegn,
und dein Sunn hat mi trickert,  wann mi gnetzt hat dein Regn.

Naja, vielleicht war es aber auch anders gemeint. Wie auch immer, hier zur Erinnerung alle 3 Strophen vom “Hoamatgsang” 🙂

Thurytal FreistadtHoamatland, Hoamatland,
di han i so gern!
Wiar a Kinderl sein Muader,
a Hünderl sein Herrn.

Duri’s Tal bin i glafn,
afn Hügl bin i glegn,
und dein Sunn hat mi trickert,
wann mi gnetzt hat dein Regn.

Dahoam is dahoam,
wannst net fort muaßt, so bleib.
Denn die Hoamat is ehnter,
der zweit Muaderleib.